Wer in den Urlaub auf Mallorca geht oder gar vorhat, sich hier ein Feriendomizil anzuschaffen oder auch für längere Zeit auf der Insel zu bleiben, muss natürlich auch die Kleinigkeiten des Alltags kennen, die in Spanien bzw. speziell auf Mallorca zum Teil anders funktionieren als in Deutschland.
Zunächst sind natürlich, um überhaupt ins Land zu gelangen, die Bestimmungen für Einreise, Ausreise und Zoll ein wichtiger Aspekt. Als EU-Mitgliedsland ist Spanien für Bürger aus EU-Ländern zollfrei, es sei denn, Waren werden zur so genannten gewerblichen Nutzung ein- oder ausgeführt.
Für die Einreise benötigt wird nur der Personalausweis, zwar ist die Kontrolle der Papiere in der Regel nicht mehr vorgesehen, dennoch muss ein Dokument wie der Personalausweis oder ersatzweise der Reisepass mitgeführt werden. Auch der Führerschein sollte immer dabei sein, denn dieser wird natürlich bei Straßenkontrollen vorgezeigt werden müssen, das gleiche gilt, wenn man beabsichtigt, ein Auto zu mieten. Im Übrigen sind alle wichtigen Papiere, die das Auto betreffen, ebenfalls mitzuführen.
Weitere Aspekte, die es lohnt zu wissen, wenn man nach Mallorca kommt, betreffen zum Beispiel die Energieversorgung der Insel. Dank der Zugehörigkeit zur EU muss man sich aber keine Gedanken mehr über nicht mit den eigenen Elektrogeräten kompatible Stromanschlüsse machen. In der Regel sind die überall bekannten EU-Steckdosen zu finden, Ausnahme sind Schutzkontaktstecker, welche aber mit einem Adapter genutzt werden können.
Wer aus dem Urlaub aus Mallorca eine Karte versenden möchte, muss in Kauf nehmen, dass die Post in Spanien und besonders auf Mallorca leider längst nicht so gut organisiert ist wie das deutsche Pendant. Postämter finden sich auf der Insel nicht gerade zahlreich und auch die Öffnungszeiten sind sehr beschränkt, Briefkästen (gelbe Säulen mit dem Emblem des Königs) findet man ebenfalls nicht überall. Ebenfalls beachtet werden muss die lange Versandzeit von Postsendungen: Karten oder Briefe benötigen in der Regel zwischen 7-10 Tage, bis sie zum Beispiel in Deutschland ankommen. Karten also am besten am Anfang des Urlaubs schreiben! Seit kurzem können übrigens auch die Dienste von privaten Postunternehmen wie TNT genutzt werden, hier sollte darauf geachtet werden, dass jeweils die staatliche Post und die privaten Unternehmen unterschiedliche Briefkästen und Marken nutzen und beide nicht kompatibel sind! (also nicht einen Brief mit der Marke eines Privatanbieters in einen der gelben, staatlichen Briefkästen werfen oder umgekehrt!)
Wer sich auf Mallorca mit den Behörden auseinandersetzen muss, wird, ähnlich wie in Deutschland, eine große Portion Geduld mitbringen müssen. Professionelle Hilfe bieten hier so genannten Gestorias an, Agenturen, die Ausländern gern bei der Bewältigung solcher Prozesse behilflich sind, natürlich
gegen ein entsprechendes Entgelt. Wer es, aus welchen Gründen auch immer, mit der Polizei zu tun bekommt, sollte wissen, dass es hier drei verschiedene Arten von Polizeibeamten gibt. Zum einen die Gemeindepolizei, welche blaue Uniformierung trägt und v.a. für Verkehr und Delikte der geringeren Art in den Gemeinden zuständig ist. Daneben gibt es die Landespolizei, dunkelblau uniformiert, die vor allem für Delikte in Palma und an der Playa de Palma zuständig ist. Außerdem gibt es noch die Staatspolizei, grün uniformiert sorgt diese als Verkehrspolizei auf überregionalen Straßen und auch an Flughafen und Hafen für Recht und Ordnung.
Wer im Mallorca-Urlaub nicht auf Zeitung, Fernsehen, Internet und Radio verzichten will, findet einige mediale Möglichkeiten vor. Zum einen existiert ein deutschsprachiger Radiosender, Radio Mallorca 95.8, und auch die Funkströme der Deutschen Welle können auf der Insel empfangen werden, zum anderen werden gerade auch in den stark touristisch geprägten Gebieten einige deutsche Tageszeitungen angeboten. Außerdem gibt es inzwischen auch einige mallorquinische Blätter, die auf Deutsch erscheinen. Was das Internet anbelangt, wird es schon schwieriger. Das Telefonnetz und damit auch die Anbindung an das Internet sind bei weitem nicht so gut ausgebaut wie in Deutschland. Wer schnell und bequem ins Internet möchte, geht am besten in ein Internetcafé. Eine andere Möglichkeit bieten Provider aus der Heimat an: In Zusammenarbeit mit spanischen Unternehmen bieten sie über International Roaming die Möglichkeit, Zugang ins Internet zu erhalten. Notwendig hierfür ist oft die Freischaltung über den deutschen Anbieter, die vorher angefordert werden muss. Und ganz billig ist diese Angelegenheit auch nicht.